In vielen Währungsräumen wird momentan die Einführung von digitalem Zentralbankgeld für die breite Bevölkerung debattiert. In der Schweiz wird das ganze Thema gemächlicher angegangen - von offizieller Seite vernimmt man vor allem ablehnende Töne.

In der Bevölkerung ist das Thema deshalb nicht unerwartet auch noch wenig bekannt. Gemäss neuesten repräsentativen Zahlen wissen gerade mal 4.5 % der Schweizer Bevölkerung was digitales Zentralbankgeld ist. Diese Zahlen stammen aus dem aktuellen Swiss Payment Monitor 2022 der Uni St. Gallen / ZHAW, welcher das Zahlungsverhalten der Schweizer Bevölkerung untersucht.

Eine weitere Frage beschäftigt sich mit der Einstellung bezüglich einer potentiellen Einführung von CBDC:

“Was würden Sie davon halten, wenn die Schweizerische Nationalbank digitales Zentralbankengeld für Sie als Kund:in einführt (z.B. in Form eines “E-Frankens”)?” Quelle: Swiss Payment Monitor 2022

Nach dem in dieser Umfrage den Teilnehmenden das Konzept von digitalem Zentralbankgeld erklärt wird, geben immerhin fast ein Viertel der Befragten an, dass sie eine Einführung gut oder sehr gut finden. Die Meisten sind jedoch unentschlossen (43 %). 30 % stehen einer Einführung kritisch gegenüber.

Es ist wohl das erste Mal, dass sich die Schweizer Bevölkerung in einer repräsentativen Umfrage zum Thema CBDC äussert. Zumindest in den älteren Wellen derselben Umfrage, wird dieses Thema noch nicht addressiert. Was die rund 600’000 Firmen zum Thema CBDC sagen, ist nicht bekannt. Es gibt also bislang keine Daten dazu wie sich die Unternehmen zu diesem Thema positionieren.