Digitales Zentralbankgeld ist in aller Munde. Die SNB zeigt sich aber zögerlich, investiert etwas Ressourcen in Forschung zum Thema, verpasst es aber ansonsten sich ordentlich und frühzeitig darum zu kümmern, wie eine e-Franken Zukunft aussehen wird.

Im Geschäftsbericht 2021 schreibt die SNB folgendes zum Thema CBDC:

Die Nationalbank sieht gegenwärtig keinen Zusatznutzen von Retail CBDC und stimmt damit mit der Einschätzung des Bundesrats überein (Bericht des Bundesrats zu digitalem Zentralbankgeld, 2019). (SNB, 2022, p. 53)

Die SNB kommt mit geringem Aufwand zu einer klaren Haltung. Es wird in der Schweiz somit nicht sobald die Möglichkeit geben Zentralbankgeld in nicht-physischer Form zu halten.

Denn, dass die Einführung von digitalem Zentralbankgeld ein Unterfangen ist, welches eine längere Zeitdauer beanspruchen würde, ist unbestritten. Auch die SNB hält dazu fest:

Bei einer allfälligen Einführung solle zudem darauf geachtet werden, genügend Zeit für die Anpassung des bestehenden Finanzsystems einzukalkulieren. (SNB, 2022, p. 53)

Eine Herausforderung bei der CBDC-Thematik ist, die Bevölkerung zu überzeugen, dass digitales Zentralbankgeld nicht das Bargeld ersetzt und die Privatsphäre gewährt bleibt. Es ist also positiv zu werten, dass die SNB, in einem Bericht mit weiteren Zentralbanken, schreibt, dass “der Wahrung der Privatsphäre grosse Bedeutung beigemessen werden muss”.