Die makroökonomsichen Zusammenhänge der Eurozone werden noch immer nicht verstanden, wie dieses Stück von F. Spiecker und H. Flassbeck fundiert darlegt:

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Das klingt erstens danach, dass man auch zehn Jahre nach der Eurokrise noch vollkommen am Anfang einer stichhaltigen Analyse jenseits tautologischer Ausführungen wie denen des deutschen Finanzministers steht, weil es ja offenbar am gemeinsamen Verständnis der Probleme mangelt – eine erschreckende Vorstellung. In dem Papier der Kommission müssten Stichworte wie Leistungs- und Handelsbilanzsalden, Inflations- und Lohnstückkostendifferenzen auftauchen, um auch nur den Anschein zu erwecken, man wolle sich ernsthaft mit den Ursachen der damaligen Eurokrise und der Verhinderung einer neuen befassen.